Smoobu Vorjahresvergleich: Liege ich mit den Buchungen vorne oder hinten?
Es ist Mitte Juli, und dein Umsatz für dieses Jahr liegt 25 % unter dem Vorjahr. Zeit für Panik? Nicht unbedingt — denn dieser Vergleich hinkt gewaltig: Das Vorjahr ist abgeschlossen, dein laufendes Jahr hat den August, den Herbst und Silvester noch vor sich. Du vergleichst ein fertiges Puzzle mit einem halbfertigen.
Wie vergleiche ich den Buchungsstand mit dem Vorjahr?
Hotels nutzen dafür seit Jahrzehnten den Pace-Report (Buchungsstand-Vergleich): Man vergleicht nicht Endergebnisse, sondern Zwischenstände zum gleichen Stichtag. Also: Wie viel Umsatz für den August war am 15. Juli dieses Jahres bereits „auf den Büchern" — und wie viel war es am 15. Juli letzten Jahres für den damaligen August?
Warum ist der Stichtagsvergleich bei Ferienwohnungen so wichtig?
- Kleine Fallzahlen: Bei 2–10 Einheiten verschiebt eine einzige Großbuchung das Bild. Der Stichtags-Vergleich über mehrere Jahre glättet das.
- Buchungsvorlauf ändert sich: Gäste buchen mal früher, mal später (Wetter, Wirtschaftslage, Portal-Trends). Nur der Pace-Vergleich zeigt, ob weniger Buchungen „noch kommen" oder wirklich fehlen.
- Preisentscheidungen brauchen Vorlauf: Rabatte oder gelockerte Mindestaufenthalte wirken nur, solange noch Buchungsfenster offen ist.
Wie baue ich den Vergleich selbst — auch von Hand?
- Für jede Buchung das Buchungsdatum festhalten (in Smoobu: „angelegt am").
- Einen Stichtag wählen — z. B. heute, als Tag + Monat.
- Pro Aufenthaltsmonat alle Buchungen summieren, die bis zu diesem Stichtag des jeweiligen Jahres angelegt waren.
- Jahre nebeneinanderlegen: gleiche Monate, gleicher Stichtag — erst jetzt sind die Zahlen fair vergleichbar.
In Excel ist das eine fleißige Stunde pro Auswertung — machbar, aber niemand tut es jede Woche. Genau daran scheitert der Pace-Report in der Praxis: nicht am Verständnis, sondern an der Handarbeit.
Wie wird aus dem Vergleich eine Prognose?
Der Stichtags-Vergleich hat einen zweiten Nutzen: Wenn du weißt, dass historisch z. B. 74 % des August-Umsatzes bis Mitte Juli gebucht waren, kannst du aus dem heutigen Buchungsstand das voraussichtliche Endergebnis hochrechnen. Aus „wir liegen 11 % vorn" wird „der August landet voraussichtlich bei € 19.200".
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