Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB)
für die Nutzung von SmooInsight · Stand: 14. Juli 2026
§ 1 Geltungsbereich und Vertragspartner
(1) Diese AGB gelten für alle Verträge über die Nutzung der Software „SmooInsight" (nachfolgend „Dienst") zwischen Christian Strigl, Brunnfeldweg 26, 6433 Oetz, Österreich (nachfolgend „Anbieter") und dem jeweiligen Kunden.
(2) Das Angebot richtet sich ausschließlich an Unternehmer im Sinne des § 1 KSchG bzw. § 1 UGB, insbesondere an gewerbliche und private Vermieter von Ferienunterkünften, die im Rahmen ihrer unternehmerischen Tätigkeit handeln. Ein Vertragsschluss mit Verbrauchern ist ausgeschlossen. Mit der Registrierung bestätigt der Kunde, als Unternehmer zu handeln.
(3) Abweichende Geschäftsbedingungen des Kunden finden keine Anwendung, auch wenn der Anbieter ihnen nicht ausdrücklich widerspricht.
§ 2 Vertragsgegenstand
(1) SmooInsight ist eine als Software-as-a-Service bereitgestellte Anwendung, die Buchungsdaten aus dem vom Kunden genutzten System „Smoobu" (Smoobu GmbH) über dessen Schnittstelle abruft, auswertet (Dashboard, Kalender, Statistiken) und auf Veranlassung des Kunden Aktionen in dessen Smoobu-Konto ausführt — insbesondere das Anlegen von Buchungen und Sperrzeiträumen, das Ändern von Tagespreisen und Mindestaufenthalten im Rahmen der vom Kunden konfigurierten Automatisierungs-Regeln sowie den Versand von Nachrichten an Gäste des Kunden. Der Funktionsumfang ergibt sich aus der jeweils aktuellen Beschreibung auf der Website des Dienstes.
(2) Voraussetzung für die Nutzung ist ein aufrechtes Vertragsverhältnis des Kunden mit der Smoobu GmbH einschließlich API-Zugang. Dieses Vertragsverhältnis ist nicht Gegenstand dieses Vertrags. SmooInsight ist ein unabhängiges Produkt und steht in keiner Verbindung zur Smoobu GmbH.
(3) Der Anbieter schuldet die Bereitstellung des Dienstes, nicht einen bestimmten wirtschaftlichen Erfolg (z. B. eine bestimmte Auslastung, bestimmte Umsätze oder das Zustandekommen von Buchungen).
§ 3 Registrierung und Konto
(1) Die Nutzung setzt eine Registrierung voraus. Der Kunde hat wahrheitsgemäße Angaben zu machen und seine Zugangsdaten geheim zu halten. Handlungen, die über das Konto des Kunden vorgenommen werden, werden dem Kunden zugerechnet.
(2) Der Vertrag kommt mit Abschluss der Registrierung und Bestätigung der E-Mail-Adresse zustande. Der Anbieter schaltet die einzelnen Module (Dashboard, Kalender, Statistiken) nach der Registrierung frei; ein Anspruch auf Freischaltung besteht nicht.
§ 4 Entgelt, Testphase und Abrechnung
(1) Die Nutzung des Dienstes ist entgeltlich. Das Entgelt richtet sich nach der Anzahl der Unterkünfte des mit dem Konto verbundenen Smoobu-Kontos und wird gestaffelt berechnet; maßgeblich sind die zum Zeitpunkt des Abonnement-Abschlusses auf der Website (smooinsight.com/#preise) ausgewiesenen Preise. Alle Preise verstehen sich zuzüglich Umsatzsteuer.
(2) Neuen Kunden steht eine kostenlose Testphase zur Verfügung (Dauer laut Angabe bei der Registrierung, derzeit 7 Tage). Die Testphase endet automatisch; eine Zahlungspflicht entsteht dadurch nicht. Eine Entgeltpflicht setzt den aktiven Abschluss eines Abonnements durch den Kunden voraus. Ohne Abonnement kann der Anbieter den Zugang zu den Modulen nach Ablauf der Testphase einschränken; das Konto und die gespeicherten Daten bleiben davon unberührt.
(3) Die Abrechnung erfolgt nach Wahl des Kunden monatlich oder jährlich im Voraus über den Zahlungsdienstleister Stripe (Stripe Payments Europe, Ltd., Irland). Ändert sich die Anzahl der Unterkünfte, gilt das neue Entgelt ab dem folgenden Abrechnungszeitraum. Monatliche Abonnements sind zum Ende des laufenden Abrechnungsmonats kündbar, jährliche zum Ende des laufenden Abrechnungsjahres — jeweils per Selbstbedienung über das Stripe-Kundenportal im Bereich „Abo & Rechnung".
(4) Konten, die während der Beta-Phase angelegt wurden, nutzen den Dienst bis zum vom Anbieter erklärten Ende der Beta-Phase unentgeltlich. Das Ende der Beta-Phase wird mindestens 30 Tage im Voraus per E-Mail angekündigt; anschließend erhalten diese Konten eine kostenlose Testphase nach Abs. 2. Eine automatische Umwandlung in ein kostenpflichtiges Abonnement findet nicht statt.
(5) Preisänderungen für laufende Abonnements werden mindestens 30 Tage im Voraus per E-Mail angekündigt und gelten frühestens ab dem folgenden Abrechnungszeitraum; der Kunde kann bis zum Wirksamwerden kündigen.
§ 5 Automatisierungs-Regeln und Aktionen im Smoobu-Konto
(1) Sämtliche schreibenden Aktionen im Smoobu-Konto des Kunden (Anlegen von Buchungen und Sperrungen, Änderung von Preisen und Mindestaufenthalten, Versand von Nachrichten an Gäste) erfolgen ausschließlich auf Veranlassung des Kunden — entweder durch unmittelbare Bedienung oder durch die vom Kunden aktivierten und mit seinen Parametern konfigurierten Automatisierungs-Regeln. Die Konfiguration gilt als Weisung des Kunden.
(2) Der Kunde ist für die inhaltliche Ausgestaltung seiner Regeln (z. B. Rabattsätze, Preisuntergrenzen, Nachrichtenvorlagen) und deren wirtschaftliche Auswirkungen selbst verantwortlich. Automatische Änderungen werden protokolliert und, soweit vorgesehen, automatisch zurückgestellt; der Kunde kann Anpassungen jederzeit manuell zurücksetzen und Regeln deaktivieren.
(3) Der Anbieter übernimmt keine Gewähr dafür, dass durch Automatisierungs-Regeln zusätzliche Buchungen zustande kommen oder bestimmte Preise am Markt durchsetzbar sind.
§ 6 Laufzeit und Kündigung
(1) Der Vertrag läuft auf unbestimmte Zeit. Der Kunde kann die Nutzung jederzeit beenden und die Löschung seines Kontos per E-Mail an [email protected] verlangen.
(2) Der Anbieter kann den Vertrag mit einer Frist von 30 Tagen kündigen; das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund (insbesondere bei erheblichen oder wiederholten Verstößen gegen diese AGB) bleibt unberührt.
(3) Mit der Löschung des Kontos werden auch der Buchungsspiegel und die hinterlegten Smoobu-Zugangsdaten gelöscht; § 9 des AVV bleibt unberührt.
§ 7 Pflichten des Kunden
(1) Der Kunde ist für die Richtigkeit der von ihm hinterlegten Angaben und Konfigurationen verantwortlich, insbesondere für Provisionssätze, Preisuntergrenzen, Automatisierungs-Parameter und die Inhalte von Nachrichtenvorlagen an Gäste. Der Anbieter übernimmt keine steuerliche oder rechtliche Beratung; Auswertungen des Dienstes ersetzen keine Buchhaltung.
(2) Der Kunde ist Vertragspartner und Verantwortlicher gegenüber seinen Gästen. Beherbergungsverträge kommen ausschließlich zwischen dem Kunden und dem Gast zustande; der Anbieter wird nicht Vertragspartei und wickelt keine Zahlungen zwischen Gast und Kunde ab.
(3) Eine missbräuchliche Nutzung des Dienstes (z. B. Überlastung, Umgehung von Sicherheitsmaßnahmen, Nutzung der Nachrichtenfunktion für unverlangte Werbung) ist untersagt.
§ 8 Verfügbarkeit und Wartung
(1) Der Anbieter erbringt den Dienst mit angemessener Sorgfalt und bemüht sich um eine hohe Verfügbarkeit. Eine bestimmte Verfügbarkeit wird nicht zugesichert; insbesondere können Wartungsarbeiten, Weiterentwicklungen sowie Störungen bei Vorleistern (Hosting, Smoobu-Schnittstelle) zu vorübergehenden Unterbrechungen führen.
(2) Der Anbieter ist berechtigt, den Dienst weiterzuentwickeln und Funktionen zu ändern, soweit der Vertragszweck dadurch nicht wesentlich beeinträchtigt wird.
§ 9 Gewährleistung und Haftung
(1) Es gelten die gesetzlichen Gewährleistungsregeln für Unternehmergeschäfte.
(2) Der Anbieter haftet unbeschränkt für Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit sowie für Personenschäden. Die Haftung für leichte Fahrlässigkeit ist — außer für Personenschäden — ausgeschlossen.
(3) Die Haftung für entgangenen Gewinn, mittelbare Schäden und Folgeschäden ist ausgeschlossen, soweit gesetzlich zulässig. Der Ersatz reiner Vermögensschäden ist der Höhe nach mit der Summe der vom Kunden in den letzten zwölf Monaten vor dem schädigenden Ereignis gezahlten Entgelte begrenzt, soweit gesetzlich zulässig; während der unentgeltlichen Nutzung ist er der Höhe nach mit 500 Euro begrenzt.
(4) Für die ständige Verfügbarkeit und Richtigkeit der Daten aus dem System Smoobu (z. B. Buchungen, Zahlungsstatus, Preise) ist der Anbieter nicht verantwortlich, soweit die Ursache außerhalb seines Einflussbereichs liegt. Auswertungen und Prognosen beruhen auf diesen Daten und sind unverbindliche Rechenwerte.
(5) Schadenersatzansprüche sind bei sonstigem Verfall binnen sechs Monaten ab Kenntnis von Schaden und Schädiger gerichtlich geltend zu machen.
§ 10 Datenschutz und Auftragsverarbeitung
(1) Informationen zur Verarbeitung personenbezogener Daten finden sich in der Datenschutzerklärung.
(2) Soweit der Anbieter personenbezogene Daten (insbesondere Gästedaten aus dem Smoobu-Konto des Kunden) im Auftrag des Kunden verarbeitet, gilt der Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) gemäß Art. 28 DSGVO, der mit der Registrierung Vertragsbestandteil wird.
§ 11 Änderungen dieser AGB
Der Anbieter kann diese AGB mit Wirkung für die Zukunft ändern, soweit dies aus sachlichen Gründen (z. B. Gesetzesänderungen, Funktionserweiterungen) erforderlich ist. Änderungen werden mindestens 30 Tage vor Wirksamwerden per E-Mail angekündigt. Widerspricht der Kunde nicht bis zum Wirksamwerden oder nutzt er den Dienst danach weiter, gelten die Änderungen als angenommen; auf diese Rechtsfolge wird in der Ankündigung hingewiesen. Im Fall eines Widerspruchs ist jede Partei zur Kündigung zum Wirksamwerdenszeitpunkt berechtigt.
§ 12 Schlussbestimmungen
(1) Es gilt österreichisches Recht unter Ausschluss des UN-Kaufrechts und der Verweisungsnormen des internationalen Privatrechts.
(2) Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus oder im Zusammenhang mit diesem Vertrag ist das sachlich zuständige Gericht am Sitz des Anbieters.
(3) Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB unwirksam sein oder werden, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt.